«Der Classic-Angus-Burger ist wie eine Frühlingsjacke – das geht und passt fast immer»

Edgar Balseca ist Fashion-Designer, Stylist und Kostümbildner. Der Gründer des Labels BalsecaWeber präsentiert Mitte Januar 2018 seine neuste Mode-Kollektion in Berlin. Der kreative Tausendsassa ist bekannt aus diversen Medienauftritten und zeichnet unter anderem für die Looks der Miss Schweiz oder dem Elite Model Contest verantwortlich. Der gebürtige Ecuadorianer und ehemalige Medizinstudent besucht regelmässig das Helvti Diner. Im Gespräch erklärt die talentierte Frohnatur, wie er «it’s a matter of taste» interpretiert.

Helvti-Diner

Edgar, was bedeutet Geschmack für Dich?

Geschmack ist unbeschreiblich vielfältig. Es hängt von den Augen des Betrachters ab. Geschmack ist meiner Meinung nach immer subjektiv. Ich persönlich identifiziere mich mit dem, was ich mache, was ich esse und wer ich bin. Hat Geschmack nur mit Essen oder Fashion zu tun? Bei allem, wo es um Individualität geht, geht es gleichzeitig um Geschmack. Das ist schlussendlich Authentizität.

Wie und wieso verändert sich Geschmack?

In meinem Job und auch in weiteren Bereichen wie Architektur, Gastronomie, etc. gibt es verschiedene Arten von Trends. Bei Fashion gibt es jährlich einen neuen Mega-Trend. Im Moment beobachte ich Trends hinsichtlich Nachhaltigkeit und Ökologie. Menschen und Labels beschäftigen sich damit, was noch passieren wird. Aber: 

«Geschmack ändert sich nicht, sondern entwickelt sich!»

Woher kommen Geschmack-Trends?

Aus der ganzen Gesellschaft. Ich persönlich lasse mich von Reisen und Architektur inspirieren. Meine neuste Kollektion ist inspiriert von London. Karo-Stoffe aus Merino oder Kaschmir-Wolle sind ein Merkmal meiner Winter 17/18-Kollektion. 

… geht es auch um Qualität?

Qualität ist bei allem extrem wichtig. Wir produzieren alles von Hand nach höchsten Standards in Europa, ohne zusätzliche Chemikalien und so nachhaltig wie möglich. Stoff-Reste werde in unserem Atelier in Finnland verbrannt und in nutzbare Energie umgewandelt. Aber komplett biologisch ist unser Label nicht.

Was sind Parallelen zwischen Fashion und Gastronomie?

Beides sind sehr kreative Bereiche. Das Auge isst bekanntlich mit. Es geht um ein klares Konzept. Sowohl bei Fashion als auch in der Gastronomie braucht es einen einzigartigen roten Faden.

... mach bitte einen konkreten weiteren Vergleich.

Ich würde sagen, der Classic-Angus-Burger ist wie eine Frühlingsjacke – das geht und passt fast immer (lacht). Bei mir wäre es wohl eher eine Handtasche: Mit dem beglückt man mich fast noch mehr. 

Was ist Dir persönlich in einem Restaurant wichtig?

Ich muss gestehen, dass ich beim Essen etwas kompliziert bin. Es ist mir wichtig, dass das Personal offen ist und auf meine Extra-Wünsche eingeht. 

Wie und wann hast Du das Helvti Diner das erste Mal besucht?

Mein Mann und ich haben Armon Nigg, den Geschäftsleiter, vor drei Jahren kennengelernt. Wir wohnten damals nicht in der Stadt und kannten das Helvti Diner nicht. Jetzt wohnen wir praktisch da…. Ich liebe den Food hier, aber esse jeweils nur das Fleisch-Patty mit Käse. Mein Geheimtipp: Kohlenhydrate muss man nicht essen (lacht laut). 

Was gefällt Dir besonders am Helvti Diner?

Es ist nicht nur ein Restaurant, sondern hat ein erkennbares amerikanisches Konzept mit Schweizer Einflüssen. Von toller Qualität ist nicht nur der Food an sich, sondern auch das Design und die Atmosphäre. Auch dass der Herkunft der Lebensmittel besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, gefällt mir. An meinem Geburtsort in Ecuador erlebte ich das anders. Vom Food über das Design, bis hin zum Service und der Geschichte. Hier weiss ich, was ich bekomme. 

… und Dein Geschmacks-Highlight?

Der Food ist der Hammer! Genauso wie die Tapeten und die einzigartigen Ketchup-Flaschen.  

Lieber Edgar, vielen Dank für Deine Treue und das interessante Gespräch zu «it’s a matter of taste». Das Helvti-Team wünscht weiterhin viel Erfolg mit dem Modelabel und der neuen Kollektion. 

 

Mehr über das Modelabel: www.balsecaweber.com